Monitor schwarz …

Das Erlebnis hatte ich gestern Morgen.

Rechner eingeschaltet, nebenbei noch nen Kaffee geholt, komme wieder an den Schreibtisch – schwarzes Bild. An der Maus gerüttelt, hätte ja sein können, dass der Monitor wegen Untätigkeit meinerseits bereits in den Standby-Modus getreten ist. Nix da.

Okaaay.
Maus ist angeschlossen und leuchtet, Tastatur auch. Monitor aus- und eingeschaltet. Blieb schwarz. Hrmpf. Monitor angeschaut. UAAAAAH, da hat ja ne Katze obendrauf gekotzt. Ochneee.
Naja, wie gut, dass ich den alten Monitor noch im Flur stehen hab. Faulheit hat manchmal doch seine Vorteile. Monitor ausgetauscht. Neugestartet.

Hä? Was will mir „OVERRIDE“ auf dem Monitor jetzt bitte sagen. Kann ja nicht mal danach googlen o_O
Sms geschrieben: „Was heißt „override“? Google mal bitte…“
Antwort: „Monitor bekommt kein Signal.“
Sms geschrieben: „Woran kann das alles liegen?“
Antwort: „Die sprechen nur die Kabelverbindung an, in nem anderen Fall war der Monitor mit ner zu hohen Auflösung dran oder die Batterie auf dem Board leer.“

Najut. Kabel ausgetauscht. -> OVERRIDE
Kann doch nicht sein, dass auf einen Schlag beide Monitorekaputt sein sollen? Der eine funktioniert gar nicht und der andere bekommt kein Signal?
Nächstes Problem: wie soll ich die Auflösung runtersetzen, wenn ich gar nicht in ein entsprechendes Menü komme? Lass ich das also erstmal außen vor. Ab in die Eingeweide meines Rechners.
„Das da könnte die Batterie sein..“ Reingeleuchtet, ok, da steht auch „Batterie “ drauf. Wie krieg ich das Ding da raus? Fingernägel helfen nicht.. Pinzette gesucht. Batterie sitzt bombenfest. „Gibts doch gar nicht. Vielleicht gibts da einen Trick?“ Anleitung für das Mainboard rausgekramt. *blätterblätter* Da steht nichts von einer Batterie. Ah, da ganz unten steht:

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Handbuch.pdf auf beiliegender CD.

.. Kein Kommentar….

Sms geschrieben: „Wie krieg ich die Batterie da runter?“
Antwort: „Nimm ne Pinzette.“

Bin also wieder am Anfang. Lass ich das erstmal.
Telefoniert. Problem geschildert.
Antwort: „Mach den Monitor auf, säubere ihn und lass ihn trocknen bzw. trockne vooorsichtig mit nem Fön.“

Schraubenzieher gesucht und gefunden, Monitor auf den Kopf gestellt. Wo bitte macht man denn einen Monitor auf? Da war jetzt genau eine Schraube. Rausgedreht, dran gerüttelt, versucht das Gehäuse aufzustemmen. Sitzt bombenfest. Wie die Batterie auf dem Mainboard. Hrmpf.

„Vielleicht ist der ja mittlerweile wieder trocken und funktioniert?“ Ein Hoffnungsschimmer. Monitor #1 wieder angeschlossen, neugestartet. Aha, er hat Strom. Oh… „KEIN SIGNAL“. Mist….

Erstes Fazit: Beide Monitore scheinen zu funktionieren, aber beide bekommen kein Signal.

Nochmal bei beiden Monitoren ein anderes Netzkabel ausprobiert. Naja.. hätt ja sein können, aber das wars auch nicht.
Was könnte als Nächstes der Auslöser sein. Der Rechner scheint normal zu booten, aber die Monitore bekommen kein Signal. *grübel* Aha, die Grafikkarte. Ausprobieren. Hab ja noch meine Alte. Nur wo *umschau* Nix zu sehen. Also hab ich die tatsächlich in den Keller geräumt. Hrmpf.

Auf in den Keller. Im Keller fuhrwerkte schon Frau M. herum und so verging die Zeit mit .. äh.. Konversation. Ich konnte mir von ihr eine Taschenlampe borgen (Notiz an mich selbst: Taschenlampe kaufen) und musste nun meine Arachnophobie überwinden. Als Erstes die Winterreifen aus dem Weg; die müssen eh ins Auto, damit sie in der Werkstatt aufgezogen werden können *seufz&schlepp*
1000 Kartons auf dem Weg bis zur GraKa. Alle durchgeforstet. Festgestellt, dass ich zuviel Schrott im Keller aufbewahre. Da hab ich dann im Frühling was zu tun. Am besten Mittwochs da ran, da am Donnerstag ja der Müll abgeholt wird.
Und.. es wär ja auch zu schön gewesen, wenn ich die GraKa gefunden hätte. Auch im letzten Karton keine Spur von ihr. Alles wieder weggeräumt, Keller abgeschlossen und wieder nach oben.

Dort hab ich dann in einem Karton hinten auf dem Regal meine GraKa entdeckt – juhu! Achja, bevor ich sie entdeckte, schaute ich in meiner Klapper-IKEA-Kommode in die oberste Schublade, denn dort hätte sie auch sein können. Diese Kommode hat es in sich, nachdem einer der Hunde an dem Griff der untersten Schublade mit dem Halsband hängen geblieben ist und sich mit einem gewaltigen Ruck befreit hat: die Kommode ist aus den Fugen geraten und die mittlere und die unterste Schublade (von den drei Schubladen) ließen sich seitdem nicht mehr öffnen ohne Einsturzgefahr. Jedenfalls versagte nun auch die oberste Schublade. Zwar hab ich sie aufbekommen und auch wieder schließen können, nur lässt sie sich jetzt gar nicht mehr öffnen. Und die GraKa war natürlich eh nicht da drin.
Ich kann also demnächst die Kommode frei räumen, ausräumen, auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Narf.

Zurück zur GraKa. Aktuelle GraKa ausgebaut. Will die alte einsetzen und.. hä? die passt ja gar nicht. Kein Drehen, kein Wenden. Da geht mal nix. Ok, dann hat mein Mainboard also für diesen GraKa Typen keinen passenden Slot.

KM Elektonik angerufen. Wenns an der GraKa liegt, dann brauch ich ja wohl eine Neue. Problem geschildert – natürlich von Anfang an inkl. Katzenkotze auf dem Monitor. Manchmal kann man den Gesprächspartner am Telefon schmunzeln sehen…
Geklärt: in der Hannoveraner Filiale gibt es ein Äquivalent zu meiner. Meine gibts nicht mehr, weil mittlerweile schon wieder veraltet (dabei stammt die doch vom letzten Jahr.. oder vorletztes?!). Aber dafür eben die verbesserten Nachfolger. Rechner soll ich am besten auch gleich mitnehme, damit man das vor Ort austesten könne. Uhoh, das klingt danach, als wenn das ein teurer und langatmiger Spaß werden könne…

Stelle fest, dass ich den Weg zu KM Elektronik gar nicht eben schnell online nachschauen kann. Stadtplan gesucht. Gefunden. Nachgeschaut.
Rechner geschnappt, lösgedüst.
Währenddessen schon alle möglichen Szenarien vor Auge gehabt: in Berlin bei JE war es so, dass allein das Rechner nachschauen schon 25 Euro gekostet hat. Dazu kamen mürrische und alles besserwissende Mitarbeiter, die sich auch noch ewig Zeit gelassen haben. Jedenfalls in „meiner“ JE Filiale in Berlin.
Als ich ankomme, bin ich die Einzige in der Filiale. Komme also direkt dran und kann dem Mitarbeiter ein breites Grinsen abringen, als ich wieder mit meiner Katzenkotze-Geschichte ganz von Anfang an berichte.

Er schließt meinen Rechner an den Testmonitor: KEIN SIGNAL.
Schön. Nach meiner Erfahrung hätte es nun funktionieren müssen. Der klassische Vorführeffekt. Aber fein, dann sieht der Mitarbeiter ja gleich mein Problem. Karte ausgebaut, Testkarte eingebaut. Rechner will nicht richtig booten.

„Ist da überhaupt ein Windows drauf?“ War klar, dass ich die Frage zu hören bekomme *gg*
„Ooops, also das ist bei meinem Rechner so: auf C (die kleine Festplatte) ist das funktionierende Windows und auf D (die erste Partition der großen Festplatte) ist ein altes, unvollständiges Windows… und manchmal will er von der D booten. Dann hat sich im BIOS lediglich die Boot Device verstellt.“ Den Blick vom Mitarbeiter möchte ich jetzt lieber nicht beschreiben.
Ab ins BIOS, Boot Device geändert. Rechner bootet korrekt.

Zweites Fazit: Also ist es die GraKa, die abgeraucht ist. Zeitgleich hat zwar die Katze auf den Monitor gekotzt, aber die beiden Ereignisse stehen nicht im Zusammenhang miteinander.

Neue GraKa eingebaut. Treiber installiert. Getestet. Läuft.
„Interessiert mich ja, ob die alte Graka im Testsystem funktioniert.“ sprach der M itarbeiter und baute sie in das Testsystem.

???

Die Karte funktioniert im Testsystem. Merkwürdig. Neue Karte aus meinem Rechner ausgebaut, alte GraKa wieder eingebaut: KEIN SIGNAL.
Mainboard durchgecheckt. Einwandfrei. Seltsam. Dann ist meine alte GraKa also nicht ganz tot, sondern nur halbtot. Egal, ich brauch trotzdem eine Neue.
Gekauft. Rechner eingepackt. Nach Hause gefahren. Rechner angeschlossen.

Juhuuuuu. ich bin wieder online.

Alles in allem war damit der Tag aber auch schon wieder rum, denn der ganze Spaß hat mich neun Stunden gekostet, etliche Euronen. Dafür hab ich nun einen ausgesaugten und funktionierenden Rechner – hab bisher verschwiegen, dass ich nebenbei auch noch den Rechner von innen mal sauber gemacht hab :D

Drittes Fazit: Computerläden und Mitarbeiter sind nicht immer gleich. Es lohnt sich nicht, sich vorher den Kopf darüber zu zerbrechen. Und.. *hust* ich hab gelernt, dass ich – frauenuntypisch – besser mit einer EC Karte durch Schuh- und Klamottenläden gehen könnte als durch einen Computerladen. Hab meinem Schatz auch noch ein wenig mehr Speicher gegönnt. Nun rast er wieder *gg*

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