Wiedergefunden: Umzugsbericht

Beim Stöbern im PetsNature-Forum hab ich gerade einen alten Beitrag wiedergefunden, der von meinem Umzug von Berlin nach Hannover erzählt. Grinsen musste ich bei der Leküre, denn ich hatte genau die Bilder vor Augen. So hab ich mich dafür entschieden den Bericht hier „aufzubewahren“.

29.09.2005: Der Berliner Zoo ist umgezogen…

.. zumindest der Anteil, der zu meinem Leben gehört (inkl. mir selbst) :D

Happy, Grim, Selvyn, Francis, Imo, Oskar und Lupine .. und ich.. haben jetzt einen neuen Wirkungskreis: Hannover.

Und ich bin wieder hier – sprich, ich hab wieder Internet (nach 6 Tagen hartem Entzug^^) xD

Wer Lust und Zeit hat, kann sich ja gerne den Umzugsbericht antun *g*

Zusammenfassung:

Freitag, 23.09.:
30 Umzugskartons geliefert bekommen. Hoffentlich reichen die. Die zwei zusätzlichen Katzentransportboxen sind auch schon da. Vier Boxen müssen wohl reichen für fünf Katzen, ist ja eine große Box dabei.

Samstag, 24.09.:
Die noch immer zusammengefalteten Umzugskartons eignen sich wunderbar als Katzensportparadies. Man kann sie sogar umkippen und darunter verschwinden.

Sonntag, 25.09.:
Morgen fang ich aber wirklich an zu packen.

Montag, 26.09.:
Okay, heute entrümpel ich Keller, Küche, Schlafzimmer und Flur.
Stunden später: ich fang dann mal an.
Zusammengefaltete leere Kartons sind wunderbar geeignet für Katzenhochleistungssport. Ärgerlich nur, wenn einem dann auf einmal ein Stapel Handtücher auf den Kopf fliegt…

Dienstag, 27.09.:
Nagut, immerhin hats gestern für die Küche und das halbe Schlafzimmer gereicht so zeitmäßig… Dann heute eben den Rest und mit dem Wohnzimmer anfangen.
Hunde stehen immer da, wo man gerade hin will: im Weg. Dreht man sich um, stehen sie bereits wieder vor einem. Nein, wahrlich keine Packhilfe.

Mittwoch, 28.09.:
Endspurt. Immerhin muss ich noch Keller, Wohnzimmer und Flur irgendwie in die restlichen Kisten bekommen -.-
Kisten reichen. Aber, Mist… die Bücherkisten sind zu schwer. Also nochmal umpacken und Bücher auf die Kisten mit den Klamotten aus dem Schlafzimmer verteilen.

Donnerstag, 29.09., 03:30 Uhr:
Hm, schlafen wäre auch nicht verkehrt.

Donnerstag, 29.09., 06:30 Uhr:
Der Wecker klingelt. Das ist doch nicht ernst jetzt -.-
Duschen, Kaffee kochen, Kaffeemaschine einpacken, hinsetzen und in Ruhe Kaffee trinken.
Ab 7 Uhr können die Möbelpacker kommen. Also schnell die Mietzen in die Körbe.. argh.. die Kisten sind alle gleich groß. Ok, welche vertragen sich am besten zusammen in einem Korb: Selvyn und Imo (Oskar und Lupine wären zu groß, um so lang in einem Korb zu sitzen). Protest beim Einsteigen. Francis will da nicht rein – muss er aber.
Alle Boxen ins Auto verladen, passen wunderbar nebeneinander auf die Rückbank. Wie die Orgelpfeifen.
Gassi gehen. Grim ist schon seit gestern ein nervliches Wrack und denkt, ich würd ihn da lassen. (Hätte ihm nicht so oft damit drohen sollen, ihn einfach draußen vorm Zeitungsladen anzubinden und sitzenzulassen.)

07:45: Noch kein Möbelwagen in Sicht.
Hunde schon mal ins Auto verfrachten. Den Rechner abbauen und ebenfalls ins Auto packen. (Es hieß ja, die wichtigsten Sachen solle man selbst transportieren :D )

08:45: Immer noch kein Möbelwagen in Sicht. Naja ist ja noch Kaffee da.

09:15: Los gehts, die Packer sind da.
Etwas mulmig ist mir, als ich ihnen den Weg erklären muss, wo sie eigentlich hin sollen. Wieso haben die keine Straßenkarte? o_O

10:45: Möbelwagen bepackt. Wohnung nochmal checken, alles Wichtige ist mit dabei. Keller ist immer noch unangerührt (muss ich halt nochmal hin und ihn später ausräumen^^). Ab ins Auto und los.

11:45: Es regnet auf der Autobahn. Das Katzenquintett unterhält mich immer noch lautstark, begleitet vom Grim’schen Heulsusen-Sopran. .. Meine Nerven…. eigentlich müsste ich mal kurz aufs Klo. Naja, nächste Gelegenheit halt nutzen.
Was ist das? Stau? Och nööööööö.
Hm, ich muss aber immer noch *zappel*

12:15: okay, die beiden Laster hätten bei dem Wetter wohl langsamer fahren sollen in der Baustellen… dann hätte man nicht auf nur einer Spur an den liegenbgebliebenen LKWs vorbeigeleitet werden müssen. 5 km Stau. und ich muss aufs Klo, verflixt. Ruhe dahinten, sonst sing ich gleich mit.

12:45: Ah, Stauende. Hoffentlich kommt bald ne Raststätte oder Ähnliches.. bitte, bitte, bitte! …. Juhuuuuuu, 5 km bis zum nächsten Rastplatz. Warum ist die Straße so holprig? Blick in den Rückspiegel: kein Hundekopf zu sehen.. Katzen schlafen, Hunde schlafen.
Schwupps rausgefahren. Direkt vor dem Toilettenhäuschen geparkt.. reingespurtet und beeilt. Argh! Der Grim’sche Riesendackel ist nach vorne geklettert und hat meine Brötchen gefuttert. Manchmal könnte ich ihn ja.. Schnell den Gedanken vom ausgesetzten Hund an der Autobahnraststeätte verkneifen. Eigentlich liebe ich ihn ja abgöttisch^^
Katzen und Hunde wieder wach: Quintett mit Sopranbegleitung. Ich mag meine Happy, wie sie so schön still einfach nur aus dem Fenster schaut.

14:15: Eeeeendlich geschafft. Papa vor Ort mit Wohnungsschlüssel. Erst mal anschauen. Möbelwagen noch nicht angekommen. Tee trinken in Papas Wohnmobil – Camping vor der neuen Wohnung. Der arme Zoo muss noch warten. Bad leider zu klein, um sie dort zwischen zu parken.

14:45: Möbelwagen kommt an. Zack, zack, in ner guten Stunde sind die Möbel in der Wohnung inkl. der 30 Kisten. Eeeeendlich dürfen die Vierbeiner aus ihrem Gefängnis.
Vier Katzen auf Erkundungstour. Nur Francis, der sich (wie immer beim Autofahren) eingepieselt hat, sitzt unterm Bett und muss sich erst mal richten und akklimatisieren.

Fazit: alle Vierbeiner und ich befinden unseren neuen Wirkungskreis als optimal. Vom Balkon aus schaut man direkt auf die hinterm Haus angrenzenden Felder, die Happy, Grim und ich innerhalb von 1 Minute Gehweg erreichen können. Perfekt. Nun werden endlich aus den Stadthunden Landhunde.

Psychisch hat es keinem geschadet – Francis hat zwar die ersten Tage und Nächte zu 95% im Bett verbracht (5% Zeit vergeht bei Toilettengängen und Futterfassen^^), aber auch er genießt nun gern die Sonnenstrahlen auf der breiten Fensterbank. Am ersten Tag hat Grim geheult wie ein Schloßhund, als ich einkaufen fahren musste (macht er sonst nur, wenn ich die Happy mitnehme und ihn ganz allein lasse).

Jedenfalls hab ich jetzt so coole und ausgeglichene Hunde wie noch nie. Es ist doch ein Riesenunterschied, ob man mitten in der Stadt wohnt und zum Austoben rausfahren muss oder ob man Feld, Wald und Wiesen direkt hinterm Haus hat.

So.. und nun brauch ich Tipps und Ratschläge, wie man einen Balkon katzensicher bekommt. Ich hoffe, dass die Maus auf dem Balkon bald woanders hinzieht..

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