Archiv für die Kategorie: “Zitiertes”

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20090926_1987-vi

Dünnbesiedelt das Land.
Trotz riesigen Feldern und Maschinen
Liegen die Dörfer schläfrig
In Buchsbaumgärten; die Katzen
Trifft selten ein Steinwurf.

Im August fallen Sterne.
Im September bläst man die Jagd an.
Noch fliegt die Graugans, spaziert der Storch
Durch unvergiftete Wiesen. Ach, die Wolken
Wie Berge fliegen sie über die Wälder.

Wenn man hier keine Zeitung hält
Ist die Welt in Ordnung.
In Pflaumenmuskesseln
Spiegelt sich schön das eigne Gesicht und
Feuerrot leuchten die Felder.

“Im Sommer” Sarah Kirsch

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Gerade nebenbei gehört, aufgehorcht, gefragt, wer das denn sein könne, gesucht, gefunden und gebloggt: YouTube – Patti Smith – Horses.

Ich acker mich derzeit durch die Millenium-Serie: wenn man wieder gar nichts im TV kommt und ich trotzdem TV glotzen will, dann werden die Millenium-Staffeln rausgekramt. Dank des TV-Programmes der heutigen Zeit bin ich mittlerweile in Season02 Episode23 bei Millenium gelandet: Die Zeit ist nahe.
Die Folge wird von diesem Zitat begleitet:

Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt «der Tod»; und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht, zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde. Offenbarung 6,8

Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 6
Patti Smith’s Land/Horses ist die musikalische Untermalung als Lara von den apokalyptischen Visionen geplagt wird: dramatisch und gruselig wird die Stimmung ins Bild gesetzt, wozu der Song herrlich passt.

Weiterlesen, wer den Text von Patti Smith’s Land zu Gesicht bekommen möchte. Den Rest des Eintrages lesen »

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Beim Stöbern im WWW gerade entdeckt:

Ralph Waldo Emerson Zitat Quote
Ralph Waldo Emerson

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Eigentlich hab ich ja heut schon gebloggt, aber das Erlebnis war doch eben sehr “strange”.

Da fahr ich nochmal zur Apotheke, um das Mittelchen für Lumpi abzuholen; und vor mir steht ein Mann in der Apotheke, der sich angeregt mit der Apothekerin unterhält. Nunja, zumindest er redete. Gedankenverloren wartete ich also einen Meter hinter ihm und bekam ein paar Wortfetzen mit:

.. sperrte die Fau ein .. hielt ihre Füße ins Feuer, bis sie ..

HÄ?!
Er drehte sich dann auch zu mir und rezitierte zwei Verszeilen und erklärte dann, dass Rainer Maria Rilke dies in einem Werk über die Hugenotten beschrieben hat .. oder so ..
Meiner einer musste dann doch breit grinsen. Die Apothekerin fühlte sich scheinbar erlöst und ich hab schnell meine Bestellung abgeholt, während der nette Herr weiter rezitierend die Apotheke verließ, um – wie ich auf dem Rückweg zum Auto feststellte – die Damen im Eiscafé mit seinen Versen zu beehren.

Welches Werk Rilkes es nun genau war, hab ich lieber nicht gefragt. Dafür hab ich eben diese Verse wieder entdeckt:

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt…

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