Meine Mitbewohner

Ich lebe seit Jahren in einer Wohngemeinschaft und hab mich auch ganz bewusst dafür entscheiden. Schon früher haben Leute den Kopf geschüttelt und nochmals nachgehakt: “Du hast tatsächlich zwei Katzen und einen Hund? Warum hast du so viele Tiere?”
Heute sind solche Leute eher sprachlos und starren mich mit offenen Mündern an, als ob ich mich gerade als geisteskrank geoutet hätte. Denn mittlerweile sieben Katzen und ein Hund… das geht den meisten Menschen einfach nicht in den Kopf.

Wobei die Zahlen leider in den letzten Jahren variieren: nach meinem Umzug mit fünf Katzen und zwei Hunden nach Seelze, zog erst Fienchen ein, starb jedoch nach nur drei Monaten bei mir an FIP. Damit ihr Platz nicht leer blieb, zog Milá ein. Und als mein Senior Selvyn gehen musste, kam PeeWee zu mir. Dann entschied ich mich für Katze Nr. 7 und das war Lumpi. Nach seinem Einzug erkrankte jedoch PeeWee an FeLV und starb. Im Februar 2009 musste ich auch noch meinen zweiten Hund Grim gehen lassen. Im Juli ist jetzt frisch Polly als Katze Nr. 7 eingezogen und ich schwöre hiermit allen, die mich bisher schon für verrückt erklärt haben: Mehr werden es wirklich nicht!

Ja, manchmal frage ich mich selbst, warum ich mich selbst dazu verdonnert habe die Putzfrau, die “Köchin”, die Unterhalterin für soviele Tiere zu spielen.
Letztendlich bin ich aber verdammt stolz auf meine Bande und meine “Fotomodels”.

Und hier sind ist sie nun, meine Menagerie… äh, meine Wohngemeinschaft:

happyHappy

Schäferhund-Dobermann-Mädel, kastriert, geb. 1997

Traumhund vom Dienst: gelehrig und überaus freundlich (ok, manchmal etwas zu überschwänglich. Stiftet lediglich Grim ab und an dazu an Dinge zu tun, für die er sich in der Regel Ärger einheimst. Sie scheint dabei dann hämisch zu grinsen. A propos Grinsen, das kann sie auch und zieht bei besonders großer Freude die Oberlefzen in die Höh’ und singt-brummt dabei ganze Freudenarien. Sie verträgt sich mit allen Hunden, nachdem sie sich erstmal den “Spaß” gemacht hat und mit vollem Speed auf sie zusprintet, um ihnen (und deren Besitzern) einen kleinen Schrecken einzujagen. Mit ihr hab ich in “meiner” damaligen Hundeschule, in der ich zeitweise selbst unterrichtet habe, mit Auszeichnung “Familienhund I & II” bestanden.

Francis

Europäisch Kurzhaar, Kater, kastriert, geb. 1991

Der Dienstälteste im Bunde. Schmusekater vom Dienst aber ohne Garantie. Die Sanftheit mit Krallen in Person, hört besser als meine Hunde und krümmt nur Fliegen das eine oder andere Haar.
Er stammt aus dem TH Lengerich, von wo er 1992 zu mir zog mit den Worten der Pflegerin “Wenn Sie den nehmen, haben Sie aber unter Garantie keine Schmusekatze.” Nein, die Garantie hab ich verfallen lassen und hab stattdessen eine Seele von Kater, den ich bestimmt nicht wieder eintauschen würde.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass mir bisher immer noch kein einigermaßen zufriedenstellendes Foto von ihm gelungen ist, da er immer gleich angerast kommt, um zu schmusen. Fotografieren? – Keine Chance.

imhotepImhothep

“Miniatur”-Tonkanese, Kater(chen), kastriert, geb. April 1999

Imo ist hier das Engelchen, das entweder im Bett an der Heizung oder auf dem Kratzbaum an der Heizung oder unter meiner Bettdecke – mit mir als Heizung – schläft. Er stammt von der befreundeten Nachbar-Studenten-WG aus meinen Berliner Zeiten und ist mir im Alter von nur wenigen Tagen das erste Mal begegnet. Da war mir ziemlich schnell klar, dass er sobald wie möglich bei mir einziehen muss. Juni 2001 erkrankte er an einer hartnäckigen Cystitis aufgrund von Harngrieß (Struvit). Letztendlich blieb nur eine Penisamputation, bei der er gleich mit kastriert wurde. Im folgenden Oktober musste die Harnfistel operativ erweitert werden, da sie zu eng geworden war. Heute hat der kleine Kerl keine Probleme mehr damit – Gott sei Dank.

oskarOskar

Maine-Coon-Perser-Mix, Kater, kastriert, geb. Juni 2003

Großer roter Schnuffelbär mit der Stimme eines Feuermelders, passend zum roten Schopf. So kann er lautstark Bescheid geben, falls ich mal zu spät dran sein sollte mit der Raubtierfütterung. Seit Selvyns Tod der neue Chef im Hause. 2005 bekam er es mit dem gleichen Harngrieß-Problem wie Imo zu tun und musste ebenfalls operiert werden. Auch er hat es gut weggesteckt und nichts erinnert mehr an dieses Debakel. Stattdessen sorgt er hier für Ordnung, wie er meint, lebt seine Kuschelanfälle ziemlich ungeniert aus und benutzt am liebsten seine Schwester Lupine als Kopfkissen. Er kann definitiv den unschuldigsten Blick von allen Katzen hier aufsetzen und bekommt “den” irren Blick, wenn er mit Karacho durch die Wohnung fetzt. Sein Zweitberuf ist nämlich Clown.

lupineLupine

Maine-Coon-Perser-Mix, Katze, kastriert, geb. 2004

Eigentlich ist sie ja eine Mischung aus Prinzessin mal Maine Coon mal Perser. Sie ist Oskars kleine Schwester und meine Prinzessin, die gerne mal schimpft, wenn ihr etwas nicht passt. Keine maunzt so schön wie Lupine, wenn sie gerade aufwacht und ladylike erst einmal herzhaft gähnt. Sie ist ein richtiges Määädchen mit einem Putzfimmel. Schaut man ihr in ihre bernsteinfarbenen Augen, könnte man sterben, weil man das Schönste nun gesehen hat. Ihr bester Freund ist ihr großer Bruder, mit dem sie am liebsten spielt und vor allem ausgiebigst kuschelt. Sie bevorzugt “Mädchenspiele” und oft genug entführt sie mir kleine Papierchen und Stifte vom Schreibtisch, um sie durch die Gegend zu kickern.

miláMilá

Siam-Mix, Katze, kastriert, geb. März 2006

Spanischer Wirbelwind, der mir von den CostaBlancaAnimals anvertraut wurde. Sie reiste mit ihrer Mutter und ihren vier Brüdern von Spanien nach Berlin in eine Pflegestelle und als sie dann 12 Wochen alt war zog sie in ihr neues Domizil, zu mir. Vehement und ungestüm in allen Lebenslagen, ob bei der Spinnenjagd oder bei der Schmuseattacke. Beim Toben mit PeeWee, beim Kuscheln mit Imo. Alles, was sie macht, macht sie intensiv. Spanisches Temperament, gepaart mit Vorsichtigkeit und Zurückhaltung, die im nächsten Moment schon wieder völlig in Vergessenheit geraten ist. Sie ist halt meine Mausi.

lumpi-viLumpi

EKH, Kater, kastriert, geb. 17. März 2008

Ehemals “Rocky”. Ungarischer Asylant, der vom Tierschutzverein Bubastis in Österreich aus einer ungarischen Tötungsstation gerettet wurde und nach Berlin reisen durfte. Von dort erreichte mich sein Foto und es ward um mich geschehen (sieht er Selvyn nicht ähnlich?!). Zumindest hat er Selvyns Hartnäckigkeit, wenn es um mein Essen geht. Durch die Bank freundlich, sozial mit den anderen, zutraulich und verschmust. Lumpi ist FeLV positiv, aber lebt derzeit glücklich mit meiner/seiner Bande zusammen.

pollyPolly

Siam(?)-Mix, Katze, kastriert, geb. Anfang März 2009

Kater Alec war gar kein Kater, sondern eine “Arielle”. Aber eine Meerjungfrau ist sie wahrlich nicht, sondern eine kleine, vehemente Putzhilfe. In nur wenigen Tagen hat sie sich den vollen Namen Pille-Palle-Polly, die Kneifzange, kurz Triple P, verdient und betört durch unzählige Liebesbisse (-> Kneifzange). Auch sie ist Spanierin und aus dem Tierschutz: www.strassen-hunde.de


Meine Sternenkinder


grimGrim

Weimaraner-Dobermann-Rüde, kastriert, geb. 1998; gest. 10:15 Uhr am 24. Februar 2009

Verhält sich generell eher wie ein Känguruh-Elefanten-Dackel-Hornochse, schätzt sich selbst aber als große, braune Katze ein.
Mag nach schlechter Erfahrung nur seltenst andere Rüden (aus 1 m Entfernung, darunter mag er keine). Früh kastriert, da er schon als Welpe – ohne schlechte Erfahrungen – bereits sehr rüpelig war. Abgesehen davon ist er harmlos wie ein kleines Kind. Nur, wenn er angerast kommt, sollte man entweder ausweichen oder beide Beine fest in den Boden stemmen und beten. Und wenn er mit seinem Schädel um sich schlägt, kann man sich blaue Flecke einfangen.

Grim hat nach fast 6 Wochen den Kampf gegen Zeit und Tumor verloren. Alter Schnauz, vergiss nicht, was ich dir erzählt hab, als du in meinen Armen eingeschlafen bist..

Hier geht es zu Grims “in memoriam”-Seite.

peeweePeeWee

Siam-Orientalen-Mix, Kater, kastriert, geb. April 2007, gest. 13:30 Uhr am 22. Juni 2008

Spanischer Mini-Terrorist, der auf Mallorca geboren wurde, dort ins Tierhem sollte und dann – Gott sei Dank – nach Berlin in eine Pflegestelle kam. Nach einigen Überredungskünsten war ich dann auch gewillt ihn nach Selvyns Tod bei mir aufzunehmen, um die Fünfe wieder gerade werden zu lassen. “Unermüdlich”, das beschreibt ihn am besten, “hartnäckig”, “ausdauernd”, man könnte fast von “penetrant” sprechen. Er besteht auf seine Kuscheleinheiten – die sehr vehement ausfallen müssen, damit er sich zufrieden gibt – sonst klettert er einfach auf mir rum, bis auf meinen Kopf. Ein absolutes Goldstück!

PeeWee hat am 22. Juni 2008 um 13:30 Uhr den Kampf gegen Leukose verloren. Vermiss dich, mein Gurki..

Hier geht es zur “in memoriam: PeeWee”-Seite.

selvynSelvyn

EKH Kater, kastriert, geb. 1992, gest. 12:25 Uhr am 07. Juni 2007

Selvyn, mein diebischer Räuberhauptmann, zu dessen Jagderfolge Pfannkuchen, Salatgurken, Heißwürstchen und dschungarische Zwerghamster zählen, war mein Kater. .. oder vielleicht kann mans auch andersrum sehen: ich war sein “Weibchen”. Er war eifersüchtig auf meine Freunde, hat sich genießerisch unter meiner Bettdecke in meine Kniekehlen gekuschelt und mich am liebsten ausgetrickst beim “ich bin vor dir in der Küche und verstecke mich, so dass du es nicht mitkriegst und ich anschließend ungestört umdekorieren kann”. Ein paar Zeilen sind viel zu wenig, um ihn zu beschreiben.

Selvyn hat am 07. Juni 2007 den Kampf gegen einen inoperablen Harnblasentumor verloren. Ich denk an dich, mein Räuberhauptmann..

Hier geht es zur “in memoriam: Selvyn”-Seite.

fienchenFienchen

Siam-Mix-Mädchen, geb. Anfang Oktober 2005, gest. 15:45 Uhr am 12.April 2006

Mein Mausezähnchen, mein kleines Mädchen, das nur drei Monate bei mir leben durfte. Wild geboren wurde sie im November eingefangen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Ihre Mutter hatte den Wurf in einer Hundehütte untergebracht, was dem Hundebesitzer auffiel. Mit viel Liebe wurde sie an Menschen langsam gewöhnt, war sie doch ein echter Wildfang und sehr, sehr scheu. Als sie im Januar 2006 zu mir zog, gewöhnte sie sich jedoch so schnell ein, wie es sich keiner hätte träumen lassen. Die Hunde waren ihr selbstverständlich, die anderen Katzen doch freundlich genug, um sich nicht zu fürchten.. und ich war auch gar nicht so schrecklich. Kurze Zeit später ließ sie sich schon von mir auf Arm und Schoß nehmen, spielte auch mit mir und ich war so stolz auf meine Kleine. Mitte März ‘06 wurde sie krank.

Fienchen hat am 12. April 2006 den Kampf gegen FIP verloren. Du hättst noch so viel Zeit haben sollen, mein Mausezähnchen..

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