in memoriam: Selvyn

Fast 15 Jahre lang begleitete Selvyn mich durch mein Leben.

1992 zog ich nach Hannover und nach kurzer Zeit war mir klar, ich muss unbedingt eine kleine Katze haben. Mit meiner Mitbewohnerin zusammen fuhr ich gemeinsam auf einen Aushang an der TiHo (8 Wochen alte Katzenbabys, getigert und schwarzweiß abzugeben) an den Stadtrand von Hannover. Hier erwarteten mich in einer Studenten-WG auf einem alten Bauernhof in der Waschküche drei schwarzweiße Katzenmädchen. Ich zögerte, denn keine von ihnen „sprang“ mich nun direkt an. Auf einmal kam ein Tigerchen in die Waschküche marschiert.. und direkt in mein Herz. Selbstbewusst und stolz, wie man es bei einem Katzenbaby in dem Alter gar nicht vermutet. Der einzige Kater, der eigentlich nicht abgegeben werden sollte.. Eigentlich. So fuhr er mit uns zusammen in unsere WG.

Selvyn war während meines WG-Lebens der Partykönig schlechthin und war in den folgenden Jahren immer an meiner Seite. Egal in welcher Lebenslage.

Als er 2007 erkrankte und gründlich untersucht wurde, stellte sich als Nebenbefund im Röntgenbild heraus, dass er irgendwann einmal mit einem Luftgewehr angeschossen wurde. Es steckte vermutlich schon seit Jahren eine Luftgewehrkugel im Bauchbereich. Wann, wie und wo das passiert ist, ist mir bis heute unklar. Probleme hat er dadurch jedenfalls – GottseiDank – nie gehabt. Der Schütze darf mir allerdings heute immer noch nicht begegnen…

Selvyns letzte Ruhestätte: